Elvis Presley ist bis heute der „King of Rock ’n’ Roll“ – ein Titel, den ihm kaum ein anderer Musiker streitig machen kann. Geboren am 8. Januar 1935 in Tupelo im US-Bundesstaat Mississippi, wurde er in den 1950er-Jahren zum Gesicht einer neuen Jugendkultur und blieb bis zu seinem Tod am 16. August 1977 in Memphis, Tennessee, einer der erfolgreichsten Solokünstler der Musikgeschichte. Seine Stimme, die annähernd drei Oktaven umfasste, seine Bühnenpräsenz und seine Mischung aus Country, Gospel und Rhythm & Blues machten ihn zu einer Ikone, deren Einfluss bis heute nachwirkt.
Kindheit in ärmlichen Verhältnissen
Elvis Aaron Presley wuchs als einziges überlebendes Kind von Vernon Presley und Gladys Love Presley auf. Sein Zwillingsbruder Jesse Garon kam tot zur Welt. Die Familie lebte in ärmlichen Verhältnissen: Vernon arbeitete als Landarbeiter und Gelegenheitsarbeiter, Gladys als Textilarbeiterin. Die Presleys bewohnten ein kleines Holzhaus mit zwei Zimmern, ein sogenanntes Shotgun House, in East Tupelo. Als Vernon 1938 wegen Scheckbetrugs zu einer Haftstrafe verurteilt wurde, geriet die Familie zusätzlich unter Druck – er kam jedoch bereits im Februar 1939 wieder frei.
Musik war in dieser Zeit allgegenwärtig: Gospel in der Kirche, Country aus dem Radio und später Blues und Rhythm & Blues prägten den jungen Elvis. Mit zehn Jahren sang er bei einem Talentwettbewerb den Song „Old Shep“ und belegte den fünften Platz. Ein Jahr später bekam er seine erste Gitarre. 1948 zog die Familie nach Memphis – der Stadt, die zu seiner künstlerischen Heimat werden sollte.
Der Durchbruch bei Sun Records und RCA
Nach seinem Highschool-Abschluss 1953 arbeitete Presley in verschiedenen Jobs und bezahlte beim Memphis Recording Service selbst für eine erste private Aufnahme. 1954 nahm Produzent Sam Phillips ihn bei Sun Records unter Vertrag. Gemeinsam mit Gitarrist Scotty Moore und Bassist Bill Black spielte er „That’s All Right“ ein – eine Aufnahme, die im Radio schnell populär wurde und zu Auftritten im amerikanischen Süden führte.
1955 übernahm Colonel Tom Parker zunehmend sein Management und vermittelte den Wechsel zu RCA. Mit „Heartbreak Hotel“, Fernsehauftritten und seinem ersten Film „Love Me Tender“ wurde Presley 1956 landesweit zum Star. Es folgten Hits wie „Hound Dog“ und „Jailhouse Rock“, die ihn endgültig zum Massenidol machten. Zwischen 1956 und 1969 wirkte er zudem in 31 Spielfilmen mit.
Familie: Priscilla, Lisa Marie und die Presley-Dynastie
Elvis Presleys Privatleben war eng mit seiner Familie verbunden. Seine Mutter Gladys, zu der er ein besonders enges Verhältnis hatte, starb bereits 1958 – ein Verlust, der ihn tief traf. 1967 heiratete er Priscilla Presley (geborene Beaulieu). Die Ehe wurde 1973 geschieden. Aus der Ehe ging Tochter Lisa Marie Presley hervor, die später selbst als Sängerin aktiv war und das Erbe ihres Vaters verwaltete.
Über Lisa Marie reicht die Presley-Familie bis in die Gegenwart: Ihre Tochter Riley Keough ist als Schauspielerin erfolgreich und gehört heute zu den bekanntesten Nachfahren des „King“. Damit ist die Familie Presley auch fast fünf Jahrzehnte nach Elvis’ Tod noch in der Öffentlichkeit präsent.
Comeback, Las Vegas und die letzten Jahre
Nach einer Phase, in der Filme und Soundtracks seine Musikkarriere überlagerten, gelang Presley 1968 ein gefeiertes Fernseh-Comeback. Es folgten „Suspicious Minds“ und ab 1969 eine lange Reihe von Konzerten – bis zu seinem plötzlichen Herztod im August 1977 gab er mehr als 1100 Konzerte. Seine letzte Phase war von gesundheitlichen Problemen überschattet, doch auf der Bühne blieb er bis zuletzt ein Ausnahmekünstler.
Presley wurde 14 Mal für den Grammy nominiert und gewann ihn drei Mal für seine Gospelinterpretationen. Im Alter von 36 Jahren erhielt er als bis dahin jüngster Künstler den Grammy Lifetime Achievement Award. Er ist neben Michael Jackson der einzige Künstler, der in fünf Halls of Fame vertreten ist: Rock ’n’ Roll, Rockabilly, Country, Blues und Gospel. Laut der Recording Industry Association of America (RIAA) erhielten insgesamt 101 seiner Alben eine Goldene Schallplatte in den USA.
Graceland: Das Erbe, das weiterlebt
Ein Aspekt, den viele Biografien nur am Rande behandeln, ist Graceland: Presleys Anwesen in Memphis, in dem er lebte und in dem er auch begraben liegt, ist heute eines der meistbesuchten Privathäuser der USA. Graceland wurde zum Pilgerort für Fans aus aller Welt und zum Zentrum der Elvis-Erinnerungskultur – mit Museum, Ausstellungen und Veranstaltungen rund um sein Leben. Wer verstehen will, warum Elvis bis heute nicht vergessen ist, kommt an Graceland nicht vorbei: Hier wird aus dem Mythos ein greifbarer Ort.
Presleys Lebensgeschichte war Stoff für über 1000 Bücher und wurde in zahlreichen Spielfilmen, Fernsehproduktionen und Dokumentarfilmen behandelt. Sein Nachwirken ist bis heute Forschungsgegenstand – und sein Einfluss auf Rock, Pop und Country ungebrochen.
Häufige Fragen
Wie alt wurde Elvis Presley?
Elvis Presley wurde 42 Jahre alt. Er wurde am 8. Januar 1935 in Tupelo, Mississippi, geboren und starb am 16. August 1977 in Memphis, Tennessee.
Wer war Elvis Presleys Ehefrau?
Elvis Presley war von 1967 bis 1973 mit Priscilla Presley verheiratet. Aus der Ehe ging Tochter Lisa Marie Presley hervor.
Hat Elvis Presley Geschwister?
Elvis hatte einen Zwillingsbruder namens Jesse Garon, der jedoch bereits bei der Geburt starb. Elvis wuchs dadurch als einziges Kind seiner Eltern Vernon und Gladys Presley auf.
Wo liegt Elvis Presley begraben?
Elvis Presley liegt auf seinem Anwesen Graceland in Memphis, Tennessee, begraben. Graceland ist heute ein Museum und eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der USA.
Warum nennt man Elvis Presley den „King of Rock ’n’ Roll“?
Den Beinamen erhielt er wegen seines immensen und dauerhaften Erfolgs: Er verband als einer der Ersten Country, Gospel und Rhythm & Blues zu einem neuen Sound, verkaufte in den USA so viele Alben wie kaum ein anderer Solokünstler und prägte mit Stimme, Bühnenstil und Hits wie „Heartbreak Hotel“ und „Jailhouse Rock“ eine ganze Ära.