Gudula Walterskirchen ist eine österreichische Historikerin, Journalistin, Publizistin und Buchautorin. Bekannt wurde sie vor allem durch ihre Arbeiten zur österreichischen Geschichte sowie durch Kommentare zu Politik, Medien und Gesellschaft.
Im Laufe ihrer Karriere arbeitete sie für große österreichische Medien, leitete regionale Zeitungen als Herausgeberin und veröffentlichte zahlreiche Sachbücher. Heute ist Gudula Walterskirchen auch als Mitbegründerin und Chefredakteurin eines eigenen Magazins tätig.
Wer ist Gudula Walterskirchen?
Gudula Walterskirchen wurde 1967 in St. Pölten in Niederösterreich geboren. Sie studierte Geschichte und Kunstgeschichte in Wien und Graz. Im Jahr 2000 schloss sie ihre Promotion in Wirtschafts- und Sozialgeschichte ab.
Ihre berufliche Arbeit verbindet mehrere Bereiche. Sie beschäftigt sich als Historikerin mit der österreichischen Vergangenheit, schreibt Bücher und veröffentlicht journalistische Kommentare zu aktuellen Fragen.
| Information | Bekannte Angabe |
|---|---|
| Name | Gudula Walterskirchen |
| Geburtsjahr | 1967 |
| Geburtsort | St. Pölten, Österreich |
| Beruf | Historikerin, Autorin und Publizistin |
| Studium | Geschichte und Kunstgeschichte |
| Promotion | Wirtschafts- und Sozialgeschichte |
| Aktuelle Tätigkeit | Herausgeberin und Chefredakteurin des Libratus Magazins |
Auf ihrer offiziellen Seite von Gudula Walterskirchen stehen vor allem ihre Ausbildung, Bücher und beruflichen Stationen im Mittelpunkt. Aktuelle Einzelheiten über Ehe, Kinder oder Vermögen werden dort nicht genannt. Solche privaten Angaben sollten deshalb nicht ohne eine klare und verlässliche Bestätigung verbreitet werden.
Ausbildung und beruflicher Beginn
Studium der Geschichte und Kunstgeschichte
Nach ihrer Schulzeit studierte Gudula Walterskirchen Geschichte und Kunstgeschichte in Graz und Wien. Ihre wissenschaftliche Ausbildung bildete später die Grundlage für ihre Bücher über den österreichischen Adel, die Zwischenkriegszeit und wichtige Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts.
Vor ihrer journalistischen Karriere war sie unter anderem für die Katholische Aktion der Diözese Graz-Seckau und das Niederösterreichische Hilfswerk tätig. Schon während dieser Zeit begann sie, historische Sachbücher zu veröffentlichen.
Der Weg zur Sachbuchautorin
Ein früher Schwerpunkt ihrer Arbeit war der österreichische Adel. Später beschäftigte sie sich verstärkt mit politisch umstrittenen Zeiten und Personen der österreichischen Geschichte.
Dabei versucht sie häufig, bekannte Darstellungen zu hinterfragen und andere Sichtweisen zu zeigen. Diese Herangehensweise brachte ihren Büchern Aufmerksamkeit, führte aber auch zu fachlicher Kritik und öffentlichen Debatten.
Gudula Walterskirchens Karriere im Journalismus
Im Jahr 2000 wechselte Gudula Walterskirchen zur Tageszeitung Die Presse. Dort arbeitete sie zunächst als Redakteurin und beschäftigte sich besonders mit innenpolitischen Themen. Von 2014 bis 2022 schrieb sie außerdem eine regelmäßige Kolumne für die Zeitung.
Seit 2005 arbeitet sie überwiegend als freie Publizistin und Autorin. Damit konzentrierte sie sich stärker auf Bücher, Kommentare, Vorträge und eigene journalistische Projekte.
Herausgeberin von NÖN und BVZ
2017 wurde Walterskirchen zur Obfrau des Pressvereins der Diözese St. Pölten gewählt. Dadurch übernahm sie auch die Herausgeberschaft der Niederösterreichischen Nachrichten, kurz NÖN, und der Burgenländischen Volkszeitung.
Wie Die Presse damals berichtete, stand damit erstmals eine Frau an der Spitze des traditionsreichen Pressvereins. 2021 endete ihre Tätigkeit als Herausgeberin. Sonja Planitzer und Herbert Binder übernahmen anschließend diese Aufgabe.
Bücher von Gudula Walterskirchen
Gudula Walterskirchen hat zahlreiche Sachbücher geschrieben. Ihre Werke behandeln vor allem die österreichische Zeitgeschichte, den Adel, das Haus Habsburg und politische Entwicklungen.
Zu ihren bekannten Veröffentlichungen gehören:
- Der verborgene Stand: Adel in Österreich heute
- Blaues Blut für Österreich
- Starhemberg oder Die Spuren der Dreißiger Jahre
- Engelbert Dollfuß: Arbeitermörder oder Heldenkanzler
- Die blinden Flecken der Geschichte
- Mein Vaterland zertrümmert
- Wie wir unfrei werden
- Systemversagen
In „Die blinden Flecken der Geschichte“ beschäftigt sie sich mit Österreich zwischen 1927 und 1938. Dazu gehören der Brand des Wiener Justizpalastes, die Kämpfe im Februar 1934, der sogenannte Ständestaat und der Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich.
Ihre jüngeren Bücher behandeln stärker aktuelle gesellschaftliche Fragen. „Wie wir unfrei werden“ beschäftigt sich mit Macht, Freiheit und der möglichen Entwicklung offener Gesellschaften. „Systemversagen“ untersucht aus Sicht der Autorin langfristige Fehlentwicklungen, die zu politischen und wirtschaftlichen Krisen geführt haben. Informationen zu diesen Titeln bietet der Seifert Verlag.
Politische Positionen und öffentliche Kontroversen
Gudula Walterskirchens Kommentare werden häufig einem konservativen gesellschaftlichen Standpunkt zugeordnet. Sie schreibt über Demokratie, staatliche Macht, persönliche Freiheit, Medien, Religion und europäische Politik.
Ihre Veröffentlichungen lösen regelmäßig Zustimmung und Kritik aus. Eine Fachrezension auf H-Soz-Kult bewertete beispielsweise ihre Darstellung der österreichischen Zwischenkriegszeit kritisch und bemängelte eine politische Schlagseite. Damit wird deutlich, dass ihre historischen Deutungen nicht in allen Punkten dem fachlichen Konsens entsprechen.
2024 berichtete Der Standard außerdem über eine erfolglose Privatanklage Walterskirchens gegen einen „Profil“-Journalisten. Hintergrund war ein Faktencheck zu Aussagen in einer ihrer Kolumnen. Bei solchen Fällen ist es wichtig, zwischen den Positionen der Autorin, journalistischer Kritik und gerichtlich festgestellten Tatsachen zu unterscheiden.
Gudula Walterskirchen heute und das Libratus Magazin
Seit August 2024 ist Gudula Walterskirchen Mitbegründerin, Herausgeberin und Chefredakteurin des Libratus Magazins. Das Medium veröffentlicht Beiträge zu Politik, Gesellschaft, Kultur, Religion und Geschichte.
Neben dem Onlineangebot erscheint Libratus inzwischen auch als gedrucktes Magazin. Walterskirchen veröffentlicht dort eigene Kommentare und führt Gespräche mit Gästen aus Medien, Wissenschaft und Politik. Außerdem beteiligt sie sich an Diskussionen, Veranstaltungen und dem monatlichen Gesprächsformat „Libratus on air“ bei Radio Klassik.
Gudula Walterskirchen bleibt damit eine aktive Stimme in der österreichischen Medienlandschaft. Ihre Arbeit verbindet historische Themen mit aktuellen politischen Fragen. Zugleich zeigt die öffentliche Kritik, dass ihre Texte oft Teil kontroverser gesellschaftlicher Debatten sind.
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Häufige Fragen zu Gudula Walterskirchen
Wie alt ist Gudula Walterskirchen?
Gudula Walterskirchen wurde 1967 geboren. Im Jahr 2026 wird sie 59 Jahre alt.
Wo wurde Gudula Walterskirchen geboren?
Sie wurde in St. Pölten in Niederösterreich geboren und wuchs dort auf.
Welche Bücher hat Gudula Walterskirchen geschrieben?
Zu ihren bekannten Büchern gehören „Blaues Blut für Österreich“, „Engelbert Dollfuß“, „Die blinden Flecken der Geschichte“, „Wie wir unfrei werden“ und „Systemversagen“.
War Gudula Walterskirchen bei Die Presse tätig?
Ja. Sie war von 2000 bis 2005 Redakteurin und schrieb von 2014 bis 2022 eine regelmäßige Kolumne für die Zeitung.
Was ist das Libratus Magazin?
Libratus ist ein von Gudula Walterskirchen mitgegründetes Magazin zu Politik, Gesellschaft, Kultur und Geschichte. Sie ist dort Herausgeberin und Chefredakteurin.