Kurt Weinzierl: Leben, Karriere und Todesursache

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Kurt Weinzierl wurde am 15. April 1931 in Innsbruck geboren. Er entwickelte sich zu einem vielseitigen österreichischen Charakterdarsteller, der im Theater, Kabarett, Film und Fernsehen erfolgreich war.

Er starb am 10. Oktober 2008 in München im Alter von 77 Jahren. Während seiner langen Karriere war er nicht nur als Schauspieler tätig, sondern arbeitete auch als Regisseur und künstlerischer Leiter.

MerkmalInformation
NameKurt Weinzierl
Geburtsdatum15. April 1931
GeburtsortInnsbruck, Österreich
Sterbedatum10. Oktober 2008
SterbeortMünchen, Deutschland
Alter77 Jahre
NationalitätÖsterreichisch
BerufeSchauspieler, Kabarettist und Regisseur
Bekannteste RolleHeribert Pilch in „Kottan ermittelt“
Bedeutende Produktion„Der Fall Jägerstätter“
KinderVier Töchter

Warum wurde Kurt Weinzierl bekannt?

Kurt Weinzierl gehörte nicht zu den Schauspielern, die vor allem durch ein glamouröses Auftreten auffielen. Seine Stärke lag in der Darstellung eigenwilliger, widersprüchlicher und oft etwas schwieriger Menschen.

Er konnte eine Figur mit wenigen Bewegungen, einem besonderen Blick oder einer Veränderung seiner Stimme interessant machen. Selbst kleine Nebenrollen erhielten durch seine Darstellung eine eigene Persönlichkeit.

Besonders bekannt wurde Kurt Weinzierl durch seine Fähigkeit, Ernst und Komik miteinander zu verbinden. Seine Figuren konnten würdevoll und lächerlich, stark und unsicher oder freundlich und gereizt zugleich wirken.

Diese besondere Mischung war vor allem in „Kottan ermittelt“ zu sehen. Als Polizeipräsident Heribert Pilch stellte Weinzierl einen mächtigen Vorgesetzten dar, der im Alltag immer wieder die Kontrolle verlor.

Kindheit, Herkunft und Ausbildung von Kurt Weinzierl

Kindheit und Jugend in Innsbruck

Kurt Weinzierl wurde in Innsbruck geboren und wuchs in Tirol auf. Seine Herkunft blieb für ihn auch dann wichtig, als er später an vielen Bühnen in Österreich und Deutschland arbeitete.

Über seine frühe Kindheit sind nur wenige persönliche Einzelheiten öffentlich bekannt. Sicher ist jedoch, dass er schon als junger Mann Interesse am Theater entwickelte und erste Erfahrungen auf einer Jugendbühne sammelte.

Er arbeitete außerdem als Statist am Tiroler Landestheater. Dort konnte er den beruflichen Alltag von Schauspielern beobachten und erleben, wie Proben, Aufführungen und die Zusammenarbeit innerhalb eines Ensembles abliefen.

Diese Erfahrungen stärkten seinen Wunsch, selbst Schauspieler zu werden. Dennoch begann sein beruflicher Weg zunächst nicht mit einer künstlerischen Ausbildung.

Vom kaufmännischen Beruf zur Schauspielerei

Kurt Weinzierl absolvierte zuerst eine kaufmännische Ausbildung. Ein solcher Beruf versprach zu dieser Zeit mehr Sicherheit als eine Laufbahn als Schauspieler.

Sein Interesse an der Bühne war jedoch stärker. Er entschied sich schließlich gegen einen gewöhnlichen kaufmännischen Berufsweg und begann eine professionelle Schauspielausbildung.

Von 1948 bis 1951 studierte er Schauspiel am Mozarteum in Salzburg. Dort lernte er den richtigen Umgang mit Sprache, Stimme, Körperbewegung und dramatischen Texten.

Die Ausbildung am Mozarteum legte die Grundlage für seine spätere Vielseitigkeit. Weinzierl konnte dadurch sowohl klassische Theaterrollen als auch moderne Figuren, Kabarettnummern und komische Fernsehrollen übernehmen.

Die ersten Theaterengagements

Nach seiner Ausbildung erhielt Kurt Weinzierl erste Engagements an verschiedenen deutschsprachigen Bühnen. Zu seinen frühen beruflichen Stationen gehörten unter anderem St. Pölten, Klagenfurt und Salzburg.

Später arbeitete er auch in Nürnberg, Braunschweig, Wuppertal und München. Diese häufigen Wechsel waren für junge Schauspieler seiner Generation nicht ungewöhnlich.

An jedem Theater lernte Weinzierl neue Regisseure, Kollegen und Arbeitsweisen kennen. Gleichzeitig musste er sich an unterschiedliche Rollen, Bühnenräume und Erwartungen des Publikums anpassen.

Diese jahrelange Bühnenerfahrung machte ihn zu einem sicheren und ausdrucksstarken Darsteller. Sie half ihm später auch bei seiner Arbeit im Film und Fernsehen.

Kurt Weinzierls Karriere am Theater und im Kabarett

Erfolge auf deutschsprachigen Bühnen

Das Theater bildete über viele Jahre die Grundlage von Kurt Weinzierls Karriere. Er spielte klassische Stücke, moderne Dramen, Komödien und Werke mit gesellschaftlichen oder politischen Themen.

Eine wichtige Station waren die Münchner Kammerspiele. Dort gehörte Weinzierl bis in die 1970er-Jahre zum Ensemble und arbeitete in anspruchsvollen Produktionen mit.

An einem bekannten Theater wie den Münchner Kammerspielen mussten Schauspieler eine große sprachliche und körperliche Sicherheit besitzen. Weinzierl konnte dort zeigen, dass er nicht nur ein komischer Darsteller, sondern auch ein ernsthafter Bühnenschauspieler war.

Im Laufe seiner Laufbahn stand er mit bedeutenden Schauspielern wie Therese Giehse, Hans Moser und Paula Wessely auf der Bühne. Solche Zusammenarbeiten trugen zu seiner künstlerischen Entwicklung und seinem Ansehen innerhalb der Theaterwelt bei.

Kurt Weinzierl als Kabarettist

Von 1976 bis 1981 gehörte Kurt Weinzierl zur Münchner Lach- und Schießgesellschaft. Das bekannte Kabarettensemble beschäftigte sich auf humorvolle Weise mit Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen.

Politisches Kabarett verlangt mehr als das Erzählen einfacher Witze. Ein Kabarettist muss gesellschaftliche Widersprüche erkennen, schwierige Themen verständlich darstellen und sein Publikum gleichzeitig zum Nachdenken und Lachen bringen.

Kurt Weinzierl konnte diese Anforderungen gut erfüllen. Seine ernste Spielweise verstärkte häufig die komische Wirkung eines Textes.

Er musste eine Pointe nicht laut erklären oder besonders stark betonen. Oft reichten ein Blick, eine kurze Pause oder eine kleine Veränderung seiner Körperhaltung aus.

Die Arbeit im Kabarett beeinflusste auch seine späteren Fernsehrollen. Besonders bei „Kottan ermittelt“ half ihm seine Erfahrung mit Satire und gesellschaftlicher Kritik.

Regisseur und künstlerischer Leiter

Kurt Weinzierl arbeitete im Laufe seiner Karriere nicht nur als Schauspieler. Er übernahm außerdem Aufgaben als Regisseur und künstlerischer Leiter.

Zu Beginn der 1980er-Jahre war er an der Entwicklung der Tiroler Volksschauspiele beteiligt. Er gehörte zu den wichtigen Persönlichkeiten, die das Projekt unterstützten und künstlerisch mitgestalteten.

Von 1981 bis 1983 übernahm Weinzierl die künstlerische Leitung der Tiroler Volksschauspiele. Damit trug er Verantwortung für die Auswahl von Stücken, die Zusammenarbeit mit Schauspielern und die gesamte Ausrichtung des Theaters.

Das Volkstheater hatte für ihn eine besondere Bedeutung. Es sollte nicht nur leichte Unterhaltung bieten, sondern auch regionale Geschichten, menschliche Konflikte und gesellschaftliche Themen auf verständliche Weise darstellen.

Kurt Weinzierls Laufbahn zeigt, dass anspruchsvolle Schauspielkunst und verständliche Unterhaltung keine Gegensätze sein müssen.

Filme und Serien mit Kurt Weinzierl

Der Durchbruch mit „Der Fall Jägerstätter“

Eine der bedeutendsten Rollen von Kurt Weinzierl war die Hauptfigur im Fernsehfilm „Der Fall Jägerstätter“ aus dem Jahr 1971. Die Produktion beschäftigte sich mit dem Leben des österreichischen Bauern Franz Jägerstätter.

Franz Jägerstätter weigerte sich aus religiösen und moralischen Gründen, für das nationalsozialistische Deutschland Kriegsdienst zu leisten. Wegen seiner Entscheidung wurde er verfolgt und hingerichtet.

Kurt Weinzierl stellte Jägerstätter als ruhigen, nachdenklichen und entschlossenen Mann dar. Die Rolle verlangte ein zurückhaltendes Spiel, weil der zentrale Konflikt der Figur vor allem in ihrem Gewissen lag.

Mit dieser Darstellung bewies Weinzierl, dass er ernste historische Stoffe überzeugend tragen konnte. Der Film gehört deshalb zu den wichtigsten Produktionen seiner Laufbahn.

Bekannte Filme mit Kurt Weinzierl

Kurt Weinzierl wirkte in zahlreichen Kino- und Fernsehfilmen mit. Dabei spielte er sowohl Hauptfiguren als auch kleinere Charakterrollen.

Zu seinen bekannten Produktionen gehörten historische Dramen, Gesellschaftssatiren, Komödien und Heimatfilme. Seine Filmografie zeigt, dass er sich nicht auf ein bestimmtes Genre beschränkte.

ProduktionJahrRolle oder Bedeutung
Der Fall Jägerstätter1971Bedeutende historische Hauptrolle
Berlin Alexanderplatz1980Mitwirkung an der bekannten Literaturverfilmung
Die Piefke-Saga1990Österreichische Gesellschaftssatire
Das schreckliche Mädchen1990Erfolgreiche deutsche Filmproduktion
Kein Pardon1992Komödie mit Hape Kerkeling
Die zweite Heimat1992 bis 1993Teil der Filmchronik von Edgar Reitz
Da wo die Heimat ist2004Spätere Fernsehproduktion

In „Berlin Alexanderplatz“ war Weinzierl Teil einer der bekanntesten deutschen Fernsehproduktionen dieser Zeit. Die Literaturverfilmung von Rainer Werner Fassbinder verlangte von den Darstellern eine intensive und realistische Spielweise.

Auch in der österreichischen Satire „Die Piefke-Saga“ war Weinzierl zu sehen. Die Produktion behandelte auf humorvolle und übertriebene Weise das schwierige Verhältnis zwischen österreichischen Einheimischen und deutschen Urlaubern.

In der Komödie „Kein Pardon“ arbeitete er mit Hape Kerkeling zusammen. Der Film nahm die oberflächliche Welt der Fernsehunterhaltung kritisch und humorvoll unter die Lupe.

Fernsehserien und Gastrollen

Neben seinen Filmrollen trat Kurt Weinzierl in zahlreichen Fernsehserien auf. Er war häufig als Gastdarsteller zu sehen und spielte dabei Väter, Beamte, Geschäftsleute, ältere Autoritätspersonen oder eigenwillige Dorfbewohner.

Zu seinen Fernsehproduktionen gehörten unter anderem „Ein Schloss am Wörthersee“, „Tierarzt Dr. Engel“ und mehrere Heimatfilme. Auch in kleineren Rollen blieb er durch seine besondere Stimme und seine starke Präsenz erkennbar.

Weinzierl war ein typischer Charakterdarsteller. Er musste nicht im Mittelpunkt einer Geschichte stehen, um einer Szene Tiefe oder Humor zu geben.

Seine Figuren wirkten häufig wie echte Menschen mit Fehlern, Gewohnheiten und persönlichen Schwächen. Dadurch passte er sowohl in realistische Dramen als auch in übertriebene Komödien.

Kurt Weinzierl in „Kottan ermittelt“

Seine Rolle als Heribert Pilch

Die bekannteste Fernsehrolle von Kurt Weinzierl war Polizeipräsident Heribert Pilch in der österreichischen Serie „Kottan ermittelt“. Die Serie verband Kriminalgeschichten mit schwarzem Humor, Satire und bewusst absurden Szenen.

Heribert Pilch war ein hochrangiger Polizeibeamter, der großen Wert auf sein Ansehen legte. Er wollte als mächtiger und kontrollierter Vorgesetzter wahrgenommen werden.

In Wirklichkeit verlor er jedoch häufig wegen kleiner Probleme die Beherrschung. Besonders bekannt wurden seine Kämpfe mit Fliegen und einem Kaffeeautomaten.

Kurt Weinzierl spielte Pilch mit großer Ernsthaftigkeit. Gerade weil die Figur ihre absurden Probleme vollkommen ernst nahm, wirkten die Szenen besonders komisch.

Warum wurde Heribert Pilch zur Kultfigur?

Heribert Pilch wurde zur Kultfigur, weil er mehr als ein gewöhnlicher komischer Nebencharakter war. Er stellte auf satirische Weise einen Menschen dar, der eine hohe Position besitzt, aber mit einfachen Problemen nicht umgehen kann.

Die Figur wollte andere kontrollieren, konnte aber ihre eigenen Gefühle kaum beherrschen. Sie war mächtig und gleichzeitig hilflos.

Dieser Widerspruch machte Pilch interessant. Das Publikum konnte über ihn lachen, erkannte aber zugleich typische Schwächen von Behörden, Vorgesetzten und autoritären Persönlichkeiten.

Weinzierl übertrieb die Rolle, ohne sie völlig unglaubwürdig zu machen. Hinter Pilchs Wut war immer auch Unsicherheit zu erkennen.

Fallbeispiel: Der Kampf mit dem Kaffeeautomaten

Der Kaffeeautomat wurde in „Kottan ermittelt“ zu einem persönlichen Gegner von Heribert Pilch. Der Automat verweigerte sich seinen Erwartungen und reagierte nicht auf Befehle oder Drohungen.

Pilch war es gewohnt, dass andere Menschen seinen Anweisungen folgten. Bei einer Maschine funktionierte seine berufliche Autorität jedoch nicht.

Dadurch entstand ein einfacher, aber sehr wirkungsvoller komischer Konflikt. Ein mächtiger Polizeipräsident verlor die Kontrolle über sich, weil ein gewöhnlicher Automat nicht so funktionierte, wie er es wollte.

Kurt Weinzierl nutzte in diesen Szenen seinen ganzen Körper. Seine angespannte Haltung, seine wütenden Blicke und seine immer stärkere Verzweiflung machten den Kampf glaubwürdig und lustig.

Die Szenen zeigen, warum Weinzierl ein so guter Komiker war. Er spielte nicht auf einen schnellen Witz hin, sondern nahm die Situation und seine Figur vollkommen ernst.

Kurt Weinzierls Ehefrau, Kinder und Privatleben

War Kurt Weinzierl verheiratet?

Kurt Weinzierl sprach öffentlich deutlich häufiger über seine Arbeit als über sein Privatleben. Deshalb sind nicht alle Einzelheiten über seine Beziehungen und seine Familie umfassend dokumentiert.

Bekannt ist, dass er früher mit Susanne Weinzierl verheiratet war. Später lebte er viele Jahre mit der Schauspielerin Veronika Faber zusammen.

Veronika Faber war ebenfalls als Schauspielerin tätig und trat in verschiedenen Film-, Fernseh- und Theaterproduktionen auf. Das Paar lebte gemeinsam in München.

Weinzierl versuchte, sein Familienleben weitgehend vor der öffentlichen Aufmerksamkeit zu schützen. Er gehörte nicht zu den Schauspielern, die private Beziehungen regelmäßig für Medienberichte nutzten.

Wie viele Kinder hatte Kurt Weinzierl?

Kurt Weinzierl hatte vier Töchter. Einige seiner Kinder entschieden sich später ebenfalls für einen Beruf in der Kunst- und Medienwelt.

Besonders bekannt wurde seine Tochter Barbara Weinzierl. Sie arbeitete unter anderem als Schauspielerin, Kabarettistin, Regisseurin und Autorin.

Auch seine Tochter Annabel Faber wurde Schauspielerin. Damit setzte sich die künstlerische Verbindung innerhalb der Familie in der nächsten Generation fort.

Über die anderen Töchter sind weniger öffentliche Informationen bekannt. Das zeigt, dass nicht alle Familienmitglieder ein Leben in der Öffentlichkeit wählten.

Kurt Weinzierl als Privatmensch

Seine Rollen ließen Kurt Weinzierl häufig laut, wütend oder überdreht erscheinen. Hinter diesen Figuren stand jedoch ein ernsthafter Künstler, der sich intensiv mit Theater, Politik, Literatur und regionaler Kultur beschäftigte.

Seine Verbindung zu Tirol blieb während seines gesamten Lebens wichtig. Obwohl München später zu seinem Lebensmittelpunkt wurde, kehrte er beruflich immer wieder zu österreichischen und besonders Tiroler Themen zurück.

Seine Arbeit für die Tiroler Volksschauspiele war dafür ein deutliches Beispiel. Er unterstützte damit eine Form des Theaters, die nah an den Menschen und ihrer Sprache bleiben sollte.

Weinzierl galt als vielseitiger Darsteller, der sich nicht auf eine einzelne Rolle reduzieren lassen wollte. Trotzdem nahm er den Erfolg von Heribert Pilch an und verstand, warum die Figur beim Publikum so beliebt war.

Kurt Weinzierls Krankheit und Todesursache

Die letzten Lebensjahre

Kurt Weinzierl blieb bis ins höhere Alter beruflich tätig. Auch in den 1990er- und 2000er-Jahren übernahm er Rollen in Filmen und Fernsehproduktionen.

Seine späteren Auftritte zeigten einen erfahrenen Schauspieler, der mit wenig Aufwand eine starke Wirkung erzeugen konnte. Häufig spielte er ältere Familienmitglieder, erfahrene Dorfbewohner oder eigenwillige Autoritätspersonen.

In seinen letzten Lebensjahren war Weinzierl gesundheitlich geschwächt. Genaue Einzelheiten über seine längere Erkrankung wurden jedoch nicht umfassend öffentlich gemacht.

Aus Respekt vor seiner Privatsphäre sollten deshalb keine unbestätigten Diagnosen genannt werden. Sicher ist nur, dass sein Gesundheitszustand vor seinem Tod bereits beeinträchtigt war.

Wann starb Kurt Weinzierl?

Kurt Weinzierl starb am 10. Oktober 2008 in München. Er wurde 77 Jahre alt.

Sein Tod löste in der österreichischen und deutschen Film- und Theaterwelt große Anteilnahme aus. Kollegen und Zuschauer erinnerten an seine Vielseitigkeit, seine komischen Rollen und seine Bedeutung für das deutschsprachige Theater.

Er wurde auf dem Münchner Nordfriedhof beigesetzt. An der Trauerfeier nahmen Familienmitglieder, Freunde und bekannte Kollegen aus der Film- und Theaterbranche teil.

Was war die Todesursache von Kurt Weinzierl?

Nach damaligen Medienberichten starb Kurt Weinzierl an den Folgen einer akuten Infektion. Sein Körper soll durch eine längere Erkrankung bereits geschwächt gewesen sein.

Die genaue Art dieser vorherigen Erkrankung wurde öffentlich nicht eindeutig bestätigt. Deshalb ist es nicht sinnvoll, über eine bestimmte Krankheit zu spekulieren.

Bei biografischen Artikeln über verstorbene Personen ist eine klare Trennung zwischen bestätigten Fakten und Vermutungen wichtig. Als bestätigte Todesursache wird bei Kurt Weinzierl allgemein eine akute Infektion genannt.

Bedeutung und Vermächtnis von Kurt Weinzierl

Ein vielseitiger Charakterdarsteller

Kurt Weinzierl hinterließ ein umfangreiches Werk in Theater, Kabarett, Film und Fernsehen. Nur wenige Schauspieler konnten so unterschiedliche Rollen glaubwürdig miteinander verbinden.

In „Der Fall Jägerstätter“ spielte er einen ernsten Mann, der wegen seines Gewissens gegen ein verbrecherisches System aufstand. In „Kottan ermittelt“ verkörperte er dagegen einen komischen Polizeipräsidenten, der an einem Kaffeeautomaten verzweifelte.

Diese beiden Rollen zeigen die große Spannweite seines Könnens. Weinzierl konnte ruhige, moralisch entschlossene Menschen ebenso darstellen wie laute und überforderte Autoritätspersonen.

Er war außerdem ein Schauspieler, der auch Nebenrollen ernst nahm. Selbst wenn er nur wenige Minuten in einer Produktion zu sehen war, versuchte er, seiner Figur eine erkennbare Persönlichkeit zu geben.

Sein Einfluss auf Theater und Kabarett

Kurt Weinzierls Bedeutung beschränkte sich nicht auf Film und Fernsehen. Seine langjährige Theaterarbeit machte ihn zu einem wichtigen Teil der deutschsprachigen Bühnenlandschaft.

Mit seiner Arbeit bei der Münchner Lach- und Schießgesellschaft beteiligte er sich am politischen Kabarett. Dort wurden gesellschaftliche Probleme nicht trocken erklärt, sondern mit Humor, Übertreibung und Ironie sichtbar gemacht.

Sein Engagement für die Tiroler Volksschauspiele zeigte zudem seine Verbundenheit mit regionaler Kultur. Er wollte Theater schaffen, das verständlich blieb und dennoch wichtige Fragen behandelte.

Damit unterstützte er eine Form der Kunst, die nicht nur für ein kleines Fachpublikum gedacht war. Seine Arbeit sollte auch Menschen erreichen, die selten große Theaterhäuser besuchten.

Warum bleibt Kurt Weinzierl unvergessen?

Kurt Weinzierl bleibt vor allem deshalb in Erinnerung, weil seine Figuren menschliche Schwächen zeigten. Sie waren selten vollkommen, freundlich oder erfolgreich.

Seine Charaktere konnten wütend, unsicher, stolz, lächerlich oder verzweifelt sein. Gerade dadurch wirkten sie glaubwürdig und blieben dem Publikum im Gedächtnis.

Heribert Pilch ist bis heute ein gutes Beispiel dafür. Die Figur war zwar übertrieben, aber viele Zuschauer erkannten in ihr bekannte Eigenschaften von Vorgesetzten und Bürokraten.

Auch seine ernsten Rollen behalten ihre Bedeutung. „Der Fall Jägerstätter“ zeigt, dass Weinzierl wichtige historische und moralische Themen verständlich darstellen konnte.

Mehr lesen: Veronika Faber: Leben, Karriere und Familie

Fazit

Kurt Weinzierl war einer der vielseitigen österreichischen Charakterdarsteller seiner Generation. Seine Karriere reichte von anspruchsvollen Theaterrollen über politisches Kabarett bis zu bekannten Film- und Fernsehproduktionen.

Mit „Der Fall Jägerstätter“ bewies er sein Können in einem ernsten historischen Stoff. Als Heribert Pilch in „Kottan ermittelt“ schuf er gleichzeitig eine komische Figur, die bis heute vielen Zuschauern bekannt ist.

Seine Arbeit für die Münchner Kammerspiele, die Lach- und Schießgesellschaft und die Tiroler Volksschauspiele zeigt, dass sein Einfluss weit über einzelne Fernsehrollen hinausging. Kurt Weinzierl bleibt deshalb ein wichtiger Name der österreichischen und deutschen Theater- und Fernsehgeschichte.

Häufig gestellte Fragen zu Kurt Weinzierl

1.Wer war Kurt Weinzierl?

Kurt Weinzierl war ein österreichischer Schauspieler, Kabarettist und Regisseur. Bekannt wurde er durch zahlreiche Theaterrollen sowie Auftritte in Film und Fernsehen.

2.Wann und wo wurde Kurt Weinzierl geboren?

Kurt Weinzierl wurde am 15. April 1931 in Innsbruck geboren. Seine Tiroler Herkunft spielte auch später in seiner Theaterarbeit eine wichtige Rolle.

3.Welche Rolle machte Kurt Weinzierl berühmt?

Besonders bekannt wurde er als Polizeipräsident Heribert Pilch in der österreichischen Kultserie „Kottan ermittelt“. Die komische Figur gehört zu seinen beliebtesten Fernsehrollen.

4.Hatte Kurt Weinzierl eine Ehefrau und Kinder?

Kurt Weinzierl war früher mit Susanne Weinzierl verheiratet und lebte später mit der Schauspielerin Veronika Faber zusammen. Er hatte vier Töchter.

5.Woran starb Kurt Weinzierl?

Kurt Weinzierl starb am 10. Oktober 2008 im Alter von 77 Jahren in München. Nach damaligen Berichten war eine akute Infektion die Todesursache.

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